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Viertelfinale! Hesse-Hattrick bringt den Sieg

Pokalspiele sind nicht jedes Wochenende. Dementsprechend war unser Team motiviert, zumal es gegen den höherklassigen und doch altbekannten SV Adorf ging. Das Wetter war am Sonntag zwar nicht optimal, trotzdem waren über 50 Zuschauer zum Kunstrasen an der Jahnbaude gekommen, um unser Team zu unterstützen.

Die USG zollte dem Gegner mit der Aufstellung Respekt, in dem man defensiv mit zwei Viererketten agierte. Dafür hatte man aber offensiv mit Erler und Hesse erstmals in dieser Saison zwei Stürmer aufgestellt, sodass man die gegnerische Defensive besser in Bedrängnis bringen konnte.

Und wie gut die beiden USG-Granden mit einander harmonierten, zeigte sich direkt in der 8. Spielminute. Der wiedergenesene Morgenstern bekam einen Ball im Mittelfeld und spielte den entgegenkommenden Erler an, der den freien Raum nutzte und Hesse perfekt durch die Gasse bediente. Der USG-Kapitän konnte dann allein auf den Torhüter zugehen und schob den Ball mit all seiner Routine durch die Beine des Adorfer Torhüters ins Tor.

Der Fest war schon früh angerichtet, und Schneegaß hätte nach einer Viertelstunde fast mit einem Traumtor vom Strafraumeck Adorf richtig in Bedrängnis gebracht, allerdings knallte der Ball nur an die Latte. Und so konnte sich die USG noch nicht freuen, auch weil defensiv irgendwann der Schlendrian einkehrte. Die vielbesprochenen Abstände zwischen den Ketten wurden leider immer größer, sodass die Adorfer, wenn sie einmal die erste Linie der USG überspielt hatten, einfach viel zu viel Platz hatten, sodass es für die USG-Abwehr hektischer und anstrengender wurde.

Unter Druck entstehen zwangsläufig Fehler, unsere Abwehr arbeitete jedoch gut nach hinten und ließ aus dem Spiel nichts zu. Yosh Okolo, noch in der A-Jugend, bestritt sein erstes Spiel für die Männer und gab seinen Vorderleuten im Spielaufbau und in der Strafraumbeherrschung einen ruhigen Rückhalt - eigentlich ein starkes Debüt. Umso bitterer für ihn, dass er bei seinem einzigen kleinen Fehler von seinen Mitspielern im Stich gelassen wurde. Einen Freistoß aus 28 Metern konnte er leider nur nach vorn klatschen lassen, wo die USG-Verteidiger schon abgeschalten hatten, und ein Adorfer den Ball sprichwörtlich einfach ins Tor tragen konnte.

Leider musste Okolo dann noch einmal hinter sich greifen, und diesesmal konnte man im gar keinen Vorwurf machen. Nach einer Ecke der Adorf kam Ex-USGler Al Hummada zum Kopfball. Der junge USG-Keeper reagierte überragend und bekam seine linke Hand blitzschnell hinter den Ball, allerdings vernachlässigten die USG-Verteidiger erneut ihre Aufgaben und ließen einen Gegenspieler zum Ball kommen, der den Ball einfach über die Linie drückte.

Plötzlich stand es 1:2, doch die USG war nicht verunsichert und spielte selbst auch weiter nach vorn, doch gute Gelegenheiten von Stryzcek, Hesse und Erler blieben ungenutzt, sodass man zur Pause einem Rückstand hinterherlief.

Nach de Seitenwechsel musste dann Morgenstern verletzt vom Platz, für ihn kam Gräßler, der in die Abwehr rutschte, Keller schob sich ins Mittelfeld.

Von der Spielanlage änderte sich auch aufgrund der Platzverhältnisse nichts, am engen Kunstrasen ging wenig über Klein-Klein, lange Bälle blieben das Mittel der Wahl. Doch defensiv stand die USG nun stabiler und verteidigte kompakter, sodass die Adorfer kaum noch zur Entfaltung kamen.

Offensiv waren vor allem die schnellen USG-Flügelspieler eine Waffe. So lief er Schneegaß in der 57. Minute seinem Gegenspieler davon und spielte von der linken Seite einen wunderbaren Ball in den Rücken der Abwehr, wo Keller anrauschte, den Ball aber über das Tor drosch.

Nur eine Zeigerumdrehung später belohnte sich die USG dann wieder. Keller brachte eine Einwurfflanke genau an den Elfmeterpunkt, wo sich Hesse durchsetzte und wuchtig zum Ausgleich einköpfte.

Nun drehte die USG auf und so auch das Spiel. Keller schickte den blitzschnellen Schneegaß auf die Reise, der überlegt in die Mitte spielte, wo Hesse mit Wucht den Ball direkt nahm und das Spielgerät unhaltbar ins lange Eck drosch - Traumtor und Dreierpack. Die Fans waren spätestens da völlig dabei und alle glaubten an den Sieg.

Adorf versuchte zwar, wieder ins Spiel zu finden, doch es fehlten die entscheidenden Mittel, die resolute und kompromisslose USG-Abwehr zu überwinden, vor allem Gantz überragte mit starkem Stellungsspiel. So war es dann weiterhin die USG, die die größeren Chancen verbuchte. Lange Bälle brachten die Gäste immer wieder ins Schwitzen, sodass in der 80. Minute Erler im Strafraumeck eher am Ball war als der Gegenspieler, der ihn nur geringfügig am Oberkörper schob, Erler aber zu Fall brachte. Dem Schiedsrichter reichte das aber, um auf Strafstoß zu entscheiden. Diesen nahm sich Schneegaß an und versenkte sicher in die linke Ecke.

Auch bis zur 90. Minute blieb eher die USG am Drücker und nutzte die sich bietenden Räumen, jedoch fehlte dem eingewechselten Kroh das nötige Zielwasser und auch Hesse blieb das 2. Traumtor bzw. der 4. Treffer im Spiel verwehrt.

Und so waren es in der Nachspielzeit nur zwei Tore Unterschied, die dann plötzlich noch auf eines schrumpfen sollten. Nach guter Einzelaktion gab Al Hummada in die Mitte, wo Stryzcek sich in einen Zweikampf mit seinem Gegenspieler begab. Genau wie vorher auf der Seite reichte dem Schiedsrichter ein leichterer Kontakt am Oberkörper zum Elfmeterpfiff. Der Adorfer Schütze nahm diesen an und versenkte mit Hilfe des linken Innenpfostens zum 4:3.

Danach waren nur noch Sekunden zu spielen, und Adorf wollte alles nach vorn werfen. Stattdessen stibitzte jedoch Stryzcek dem Verteidiger den Ball und ging gemeinsam mit Kroh ohne Gegenspieler auf den Adorfer Torwart zu. Sie machten aber nicht den Deckel drauf und verdaddelten sie die Chance. Doch danach war sofort Schluss und der Jubel bei Fans und Spielern groß.

Somit zieht die USG verdient ins Viertelfinale ein und hofft auf ein spannendes Los für das Spiel im März. Bis dahin steht aber wieder Ligaalltag an, am Sonntag empfängt unser Team um 15 Uhr Kleinolbersdorf-Altenhain.

Die USG spielte mit:
Okolo - Gantz (88. Markert), Vollbarth, Keller, Winkler - Stryzcek, Morgenstern (46. Gräßler), Ullrich, Schneegaß - Hesse, Erler (85. Kroh)

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