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Nicht sexy, aber souverän - der erste Dreier für unsere Männer

Am 8. Spieltag waren unsere Männer bei Handwerk Rabenstein II gefordert. War man in der Vorwoche noch knapp gegen Blau-Weiß unterlegen, sollte nun endlich der Bock umgestoßen werden.

Die Vorzeichen standen aber zunächst ungünstig. Alle USG-Torhüter fielen für dieses Wochenende aus, also musste Trainer Keller in die Kiste. Seinen Platz auf der Bank nahm Abteilungsleiter Müller ein. Auch auf den für lange Zeit verletzten Verteidiger Gantz musste die USG verzichten.

Doch es gab auch gute Neuigkeiten. Bildstein kehrte nach Verletzungspause in den Kader zurück und nahm zuerst auf der Bank Platz. Dazu konnte die USG noch zwei Neuzugänge bekannt geben. Dribbelkünstler Valentin Steegmann musste leider wegen eines Infekts passen, doch Abwehrhühne Philipp Saure rutschte direkt ins Abwehrzentrum, Vollbarth dafür auf die Rechtsverteidigerposition.

Trotz dieser Umstellungen war die USG sofort in der Partie. Schon nach 3 Minuten gab es die Führung, Rauschenbach erlief einen langen Ball auf der rechten Bahn, zog nach innen und verwandelte eiskalt zum 0:1. Die USG blieb danach direkt dran und attackierte mit langen Bällen und guten Kopfballverlängerungen von Hesse und Herzan die Defensive. So kam das Team schon in den ersten 10 Minuten zu mehreren Ecken und Einwurfflanken, die allesamt gefährlich wurden.

Auch hier konnte einmal Kapital geschlagen werden. Die Klärungsaktion der Handwerkverteidiger landete bei Gräßler, der aus dem Rückraum direkt abzog. Der Schoss gelangte zu Kader, der den Ball klasse annahm und dann nach schöner Drehung um Tor unterbrachte.
Aus einer tief stehenden Defensive, bei der die Innenverteidiger Chkair und Saure im Zweikampf brillierten, gab man die Bälle schnell und kompromisslos nach vorn, wo die Bälle oftmals gut festgemacht wurden oder der Gegner ein Foulspiel begann.

In der 18. Minute führte abermals die Variante Langer Ball zum Erfolg. Herzan auf der linken Seite säbelte den Ball über 40 Metern in den Strafraum, wo Kader einlief und mit der Brust vollstreckte.

Auch nach der 3-Tore-Führung blieb die USG aktiv und hatte nach Flanken und Ecken, die von Lotze sehr stark getreten wurden, mehrere Situationen im Strafraum, um das Spiel noch höher zu gestalten. Danach kam es aber zu einem Bruch im Spiel, und zwar auf die unglücklichste Weise. Gräßler und sein Gegenspieler Hänel duellierte sich am Spielfeldrand um den Ball, und als Gräßler die Kugel wegschlagen wollte, kam es zum Presschlag mit dem Gegenspieler, der den mit viel Schwung ins Seiten-Aus lief, dort am Betonbord hängenblieb und sich äußerst schmerzhaft den Knöchel verdrehte. Das Spiel kam zum Stillstand und beide Mannschaften und das umsichtige Schiedsrichterteam kümmerten sich um den Verletzten. Eine Viertelstunde später kam dann der Rettungswagen und brachte Ronny Hänel ins Krankenhaus. Die USG wünscht gute Besserung und eine baldige Rückkehr auf den Platz.

In der Zeit zwischen Verletzung und Abholung wurde auch wieder Fußball gespielt, diesmal aber mehr durch die Gastgeber. Die USG zog sich weit zurück und ließ den Gegner kommen, und verteidigte wie schon zuvor fast alles weg. Zwei Fernschüsse blieben die einzigen Aktionen der Gastgeber, doch weil einer vorbei, und der andere nur an die Latte ging, musste Behelfstorhüter Keller in der ganzen ersten Halbzeit nicht eingreifen.

Nach der Pause merkte man den Handwerkern ihre taktische Fähigkeiten und ihre Moral an. Nach zu kompliziertem Spielaufbau der USG eroberten sie den Ball und brachten mit guten Kombinationen mehrfach die Verteidigung in Verlegenheit. Diese wusste sich aber körperlich zu behelfen und, wenn das nicht mehr half, auch per Foul. So gab es einige Freistoßgelegenheiten der Gastgeber, doch auch da fehlte die Präzision, und Keller musste nicht eingreifen - allerdings half ihm einmal der Pfosten.

Bei der USG ging dann nicht mehr allzu viel nach vorn, lediglich nach Standards blieb man gefährlich. Chkair hatte das 0:4 auf dem Fuß, doch nach der Hereingabe rechnete er nicht damit, dass Herzan genau zu ihm verlängerte, sodass sein Reflexschuss nur Zentimeter am linken Pfosten vorbeiging.

Der Gegner strahlte weiterhin zwar Ballbesitz, aber kaum Torgefahr aus. Dennoch stand es in der 73. Minute plötzlich nur noch 1:3. Bei einer Ecke von Rabenstein kam es zu einem Missverständnis zwischen Hesse und Keller, sodass letzterer den Ball über seinem Kopf einfach durchließ. Der heranrauschende Stürmer bedankte sich und versenkte per Kopf.

Danach hätte das Spiel noch einmal kippen können, doch die USG hielt allen Angriffen stand, und hatte sprichwörtlich noch einen Pfeil im Köcher. Bei einem Konter in der 81. Minute setzte Herzan auf links den umtriebigen Feras ein, der seine Gegenspieler vernaschte und dann wunderbar hinter die Abwehr spielte, wo der eingewechselte Nieher perfekt einlief und aus 14 Metern vollendete.

1:4 - damit war das Spiel gelaufen. Rabenstein versuchte zwar noch etwas, doch es geschah nichts mehr. In der Folge kam noch Ghlain für Herzan, und auch Bildstein feierte sein Comeback, er kam für Lotze. Die USG holte sich so den ersten Sieg der Saison und bewies vor allem, dass mit starker Defensive und gutem Zweikampfverhalten einiges drin ist für die Restsaison. Das soll nächste Woche beim Spiel gegen den VfL Chemnitz erneut unter Beweis gestellt werden.

Die USG spielte mit: Keller - Vollbarth, Saure, Chkair, Gräßler - Lotze (85. Bildstein), Hesse - Herzan (82. Ghlain), Feras, Rauschenbach - Kader (73. Nieher)

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