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Ein 0:0 der ärgerlichen Sorte

Das zweite Nachholspiel der USG-Männer war zugleich der Hinrundenabschluss, und weil kein Ersatzplatz gefunden werden konnte, gastierten beiden Mannschaften am Ende am Sonntag in Gelenau auf dem granulatreichen Kunstrasenplatz.

Die USG war personell stark umbesetzt, fielen doch Saure, Winkler, Vollbarth und Erler aus unterschiedlichsten Gründen aus. Doch die Mannschaft ließ sich nicht davon nicht beeinflussen und begann direkt wie die Feuerwehr.

So exemplarisch die 3. Minute: Steckpass Morgenstern auf Schneegaß, der halbrechts allein in den Strafarum eindringen konnte, aber mit einem Schuss auf den kurzen Pfosten am Torhüter scheiterte. Das hätte direkt das 1:0 für die USG sein müssen.

Nur vier Minuten später spielte selbiger mit Hesse Doppelpass und gab dann in die Mitte zu Ullrich, der aus 22 Metern abschloss und den Torwart zu einer Flugeinlage zwang. Die nachfolgende Ecke landete genau bei Hesse, doch sein Kopfball ging knapp links vorbei.

Die wohl größte Chance ergab sich dann aus einem missglückten Abstoß des VfL, den Hesse erobern konnte. Er gab sofort auf Herzan weiter, der aber in 15 Metern Torentfernung unbedrängt die Nerven verlor und dann genau den Torhüter anschoss.

Kurz darauf hatte noch Morgenstern eine Schusschance aus dem Rückraum, doch sein Ball ging knapp daneben.

Nach 18 Minuten gab es die erste annähernd gefährliche Aktion der Gäste, aber Hesse konnte die Flanke wunderbar aus dem Strafraum köpfen. Der Nachschuss wurde dann von Gräßler geblockt.

Direkt danach konterte die USG über links, von wo Herzan eine Flanke in die Mitte brachte. Hesse riskierte alles und nahm den Ball volley - leider traf er den Ball nicht perfekt, sodass dieser Richtung Eckfahne ging.

Kurz darauf waren wieder Hesse und Herzan im Fokus, als der erste den zweiten per Chipball hinter die Abwehr einsetzte. Herzan überlupfte den herausstürmenden Torhüter, wurde dann aber zurückgepfiffen - Abseits. Im Gegenzug wurde es dann auch gefährlich, ein langer Freistoß des VfL kam bis zum langen Pfosten. Dort rauschte ein Stürmer heran, konnte jedoch den Ball nicht mehr aufs Tor bringen.

Nach einer halben Stunde brachte Morgenstern eine Ecke herein, die über Gräßler hinweg genau Keller erreichte, der aber sichtlich überrascht nicht zum Abschluss kam. Nach einigem Chaos gelang es schließlich Gräßler, der aus 18 Metern mit dem linken Fuß aus der Drehung abzuschließen, doch sein Schuss ging weit daneben.

Im Gegenzug wurde der Abstoß des VfL über die Abwehrkette verlängert, sodass Gräßler mit dem Stürmer in einen Zweikampf und in Folge dessen zu Boden ging, woraufhin der Stürmer über die Beine von Gräßler fiel. Der Schiedsrichter gab Freistoß für den VfL und nur Gelb für Gräßler, obwohl die Aktion auch als Notbremse hätte gewertet werden können. Den folgenden Freistoß setzte der Schütze dann nur knapp am USG-Tor vorbei, damit doppeltes Glück für unsere Mannschaft.

Danach hatten die Bernsdorfer noch eine große Chance: Ein langer Ball des VfL wurde von Keller genau in den Lauf der gegnerischen Stürmer geköpft, die sich dann gut zum Strafraum durchspielten und scharf abschlossen, doch Markert im USG-Tor konnte den Ball zur Ecke fausten.

Bis zur Halbzeit passierte dann nicht mehr viel. Und so stand es zur Pause 0:0, was auf Grund der Chancen sehr ärgerlich für die USG war.

Und so wollte die Mannschaft direkt nach dem Seitenwechsel die Weichen auf Sieg stellen. Ullrich brachte eine Flanke von rechts in die linke Strafraumhälfte, von dort köpfte Herzan den Ball wieder zurück in die Mitte und Morgenstern schoss entschlossen ab, doch der Ball ging knapp rechts drüber.

Kurz darauf brachte Hesse einen langen Einwurf auf Herzan, der sofort weitersteckte auf Schneegaß, der aber aus zu spitzem Winkel etwas übermütig abschloss. Der Ball landete neben dem Tor.

Danach flachte das Spiel etwas ab, es gab immer wieder Halbchancen auf beiden Seiten, aber nichts wirklich berichtenswertes.

Erst in der letzten Viertelstunde wachte die Partie wieder auf. Ein langer Diagonalball flog über die USG-Abwehr hinweg, sodass der Stürmer an den Ball kommen konnte und quer in die Mitte legte. Dort erreichte sein Mitspieler zwar das Spielgerät, doch Markert im USG-Tor war höchst aufmerksam und krallte sich den Ball in höchster Not und begrub ihn unter sich.

Auf der anderen Seite versuchte es die USG jetzt mehr und mehr mit der Brechstange und bekam einige Ecken und aussichtsreiche Einwürfe zugesprochen. Doch irgendwie fehlte entweder das Glück oder die Präzision. Morgensterns Kopfball ging knapp drüber. Ullrichs Schuss aus dem Rückraum wurde zweimal abgefälscht, ohne den Weg ins Tor zu finden.

So warf man am Ende alles nach vorn und stand hinten hochriskant, doch es blieb am Ende bei der zweiten weißen Weste von Markert. Auf der Gegenseite gab es noch die Gelegenheit zum Lucky Punch, doch Rogers Kopfball ging nur an die Latte und man brachte auch die unzähligen Nachschussgelegenheiten nicht im Tor unter.

So steht am Ende ein torloses Remis, über dass sich die USG auf Grund der Ineffektivität vorm Tor ärgern wird. Die Art und Weise besonders in Halbzeit eins gibt aber Anlass dazu, positiv in die nächste Woche zu schauen. Am Sonntag steht dann die Partie gegen Lok Chemnitz an, gespielt wird 14 Uhr an der Jahnbaude.

Die USG spielte mit:
Markert - Gantz, Gräßler, Keller, Stryczek - Roger, Ullrich, Morgenstern (85. Pesqueira) - Schneegaß (52. Peusken), Hesse, Herzan (52. Steegmann)

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